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Am 1. September 2009 beginnt das Zeitalter der energieeffizienten Beleuchtung
Berlin, 31. August 2009.
Die Glühlampe ist zum Auslauf-
modell geworden – dank neuer,
energieeffizienter Beleuchtungs-
Technologien.
Mit dem Inkrafttreten der
Ökodesign-Richtlinie am
1. September 2009 verabschiedet
sich Europa deshalb schrittweise
von der Glühlampe.
Die stromsparende Alternative ist
zur Zeit die Energiesparlampe.
Schon jetzt nutzt jeder sechste
Bundesbürger für die Beleuchtung
zu Hause ausschließlich Energie-
sparlampen. Die Industrie arbeitet
daran, neue Technologien wie LED
und OLED für die Wohnraumbe-
leuchtung zur Marktreife zu bringen.
Energiesparlampen verbrauchen bis zu 80 Prozent weniger Strom – dieser Vorteil ist allgemein anerkannt. Sie sind nicht nur Effizienzwunder und damit umweltschonend, moderne Energiesparlampen bieten inzwischen
auch Vielfalt, sind strahlungsarm und spenden schönes Licht ohne Flimmern. Trotzdem gibt es aber immer noch zahlreiche Vorbehalte gegen die Sparlampen, vor allem bezüglich ihrer Wirkung auf die Gesundheit.
Dr. Dieter Kunz, Chefarzt Abteilung Schlafmedizin St. Hedwig-Krankenhaus, Leiter Arbeitsgruppe Schlafforschung & Klinische Chronobiologie, Charité Berlin: „Die Erkenntnisse zu den über das Auge vermittelten nichtvisuellen Lichtwirkungen sind in den letzten Jahren enorm gewachsen. Der Einfluss von Energiesparlamen auf die Gesundheit des Menschen ist dabei differentiell zu betrachten und muss in den kommenden Jahren weiter untersucht werden. Nach heutigem Kenntnisstand gibt es keinen Hinweis, dass warm-weiße Energiesparlampen eine andere Gesundheitsbelastung darstellen als die Glühlampe. ”
Energiesparlampen enthalten geringe Mengen an Quecksilber – zwei bis fünf Milligramm bei den aktuellen Modellen. Herkömmliche Glühbirnen enthalten zwar kein Quecksilber, dennoch verursachen sie mehr Quecksilber-Emissionen. Der größte Teil des Quecksilbers, das Jahr für Jahr ins Ökosystem gelangt, wird bei der Stromerzeugung in Kohlekraftwerken ausgestoßen. Und die müssen das Vierfache an Leistung bringen, um eine Glühbirne statt einer Energiesparlampe zum Leuchten zu bringen.
Frank Rosner, Chef der Initiative „Sauberes Licht, sauber recycelt.” und Geschäftsführer der Lightcycle Retourlogistik und Service GmbH: „Energiesparlampen dürfen nicht mit dem Hausmüll entsorgt werden. Sie müssen getrennt gesammelt und an- schließend umweltgerecht verwertet werden. In Deutschland gewährleisten wir durch ein bundesweites und flächendeckendes Netz von Sammelstellen, dass alte Energiesparlampen bequem und kostenlos entsorgt werden können.”
Nutzer der Energiesparlampe sind zufrieden
Energiesparlampen haben schon viele Anhänger: 80 Prozent der Deutschen nutzen sie derzeit in ihrem Haushalt. Jeder Sechste gab an, dass bei ihm zu Hause ausschließlich Energiespar-lampen verwendet werden. Dies ermittelte die Initiative „Sauberes Licht, sauber recycelt.” im Rahmen einer repräsentativen Umfrage.
Jürgen Sturm, Generalsekretär der European Lamp Companies'
Federation (ELC): „Schon heute können die Verbraucher aus einer Vielzahl von Formen, unterschiedlichen Lichtfarben und Funktionen wählen. Und die Hersteller verbessern die Technologie der Energiesparlampen stetig weiter. Effiziente Beleuchtungstechnologien spielen bei der Einsparung von Energie und der Reduzierung von CO2 eine entscheidende Rolle.”
Dr. Corinna Fischer, Referentin bei der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.: „Bei Energiesparlampen gibt es deutliche Unterschiede zwischen Qualitäts- und Billig- produkten. Diese zeigen sich sowohl bei Sparleistung und Ökobilanz als auch bei Lichtqualität, und Aufhellzeit. Die höheren Kosten am Anfang machen sich also schnell wieder bezahlt. Da die Qualitätsunterschiede so groß sind, sollten die Verbraucher genau prüfen und sich kompetent beraten lassen.”
Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe e.V.: „Mit dem Einsatz energiesparender Lampen und deren korrekter Entsorgung kann jeder einfach zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen. Die Politik hat die Grundlage für effizientere Beleuchtung in der EU geschaffen, jetzt sind der Handel und die Verbraucher gefordert. Wir werden im Handel überprüfen, wie die erste Stufe des Glühlampenausstiegs in der Praxis gelebt wird.”
Die Ökodesign-Richtlinie
Die stufenweise Erhöhung der Effizienzanforderungen führt dazu, dass energieintensive Lichtprodukte bis 2016 nicht mehr auf den Markt gebracht werden dürfen. Als Grundlage zur Bewertung der Effizienz dient das EU Energie-Label.
Wer wir sind
„Sauberes Licht, sauber recycelt.” ist eine Initiative der Lampenhersteller. Ihr Ziel ist, das Bewusstsein der Verbraucher für den richtigen Umgang mit Energiesparlampen zu schärfen – vom Einsatz bis zur Entsorgung. Mehr Informationen unter www.lichtzeichen.de.
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